Die Wasserversorgung

Von verschiedenen Herstellern sind Materialien entwickelt worden, mit denen die Hohlräume wie z.B. unter den Sofakojen der Messe beschichtet und damit zu Trinkwassertanks ausgebildet werden können. Sie entsprechen den Vorschriften des Lebensmittelgesetzes und machen die teuren und schweren Edelstahltanks überflüssig. Das Fassungsvermögen der Trinkwassertanks der L 910 beträgt 600 Ltr. Das ist angenehm, da es im Mittelmeer nicht überall einwandfreies Trinkwasser, besonders auf den Inseln, gibt, und man sich nach dem Schwimmen mit Süßwasser abduschen will.

Die Tanks erhalten je zwei Inspektionsöffnungen, damit sie gereinigt werden können. Die eine für die Beleuchtung, die andere zum Arbeiten. Zum Füllen kann man mit einem Anschlußstutzen eine Leitung mit verschließbarem Ventil zum Deck legen. Einfacher ist es, den Schlauch zum Tank zu führen, wobei man ständig über den Füllstand informiert ist. Die Entnahmeleitungen werden nach Zeichnung am Schluß des Kapitels verlegt.

Die Wasserentnahme in der Naßzelle und der Pantry sollte mit Hilfe einer Fußpumpe erfolgen, die unter den Verbrauchsstellen eingebaut wird. Fußpumpen sind sparsamer, da man beide Hände frei hat. Auf den Binnenseen sind Schmutzwassertanks vorgeschrieben. Die einfachste Lösung sind Plastiktanks, die an den Beckenauslauf angeschlossen und im nächsten Hafen geleert werden. Bei Jachten mit untergebolztem Flachkiel kann dieser als Schmutzwassertank genutzt werden wie auch als Sumpf.

Sicherheitsräume

Ein Holzboot schwimmt von allein. Nur das Gewicht der Teile, die schwerer als Wasser sind, muß durch Sicherheitsräume ausgeglichen werden, damit die Jacht unsinkbar wird. Das sind der Ballastkiel, evtl. der Flachkiel, Motor, Rigg, Anker, Beschläge, Batterien, Werkzeug und sonstige Kleinigkeiten. Hinzu kommt das Gewicht der Mannschaft. Über und unter der Wasserlinie, also in dem Bereich, der durch Einwirkung von außen am meisten gefährdet ist, zieht sich eine durchgehende Reihe von Sicherheitsräumen vom Spiegel bis zum Steven. Sollte einer dieser Sicherheitsräume leck schlagen, so kann nur wenig Wasser eindringen, da der Raum mit Styropor ausgefüllt ist. Je dichter die Räume gefüllt werden, umso weniger Wasser kann eindringen, wenn sie einmal undicht sein sollten. Da das größte Sicherheitsvolumen im Vor- und Achterschiff untergebracht ist, schwimmen die Jachten mit guter Balance. Sie tauchen nur so wenig ein, daß man sowohl unter Segel als auch mit einem Außenbordmotor im Schacht die Fahrt fortsetzen kann.