Inneneinrichtung

Der Zusammenbau der Pantry ist in einer Detailzeichnung mit ihrer L-Form im Maßstab 1:3 dargestellt. Der Hauptteil mit dem Kocher und den Schubladen reicht mit der Frontseite bis 55 cm, der schmale Seitenteil bis zur Niedergangstreppe 25 cm aus Mitte. Beide Teile werden durch ein Zwischenschott IIIa, Sperrholz mit 6 mm Dicke Innenausbauqualität, getrennt. Auf beiden Seiten dieses Schotts sowie an Nr. III und IV werden waagerechte Leisten 20 x 20 mm in der Höhe der CWL sowie 10, 25 und 60 cm darüber angeleimt. Darauf werden Zwischenböden geklebt, deren Vorderkanten ebenfalls durch Leisten 20 x 20 mm verstärkt werden. An diese wird die Frontplatte des großen Pantryteiles geklebt mit den Ausschnitten für die Schubladen, das Steckschott vor dem Kocher und die Klapptür des unteren Stauraumes. Der sichtbare, vorspringende Teil von Schott IIIa erhält ebenfalls die Ausschnitte für die Schubladen, mit Ausnahme des Oberteils vor dem Spülbecken.

Beim Kasten für den Kocher werden an den Innenseiten zwei Leisten 20 x 35 mm hochkant angeleimt. In diese werden Schrauben für die kardanische Aufhängung eingedreht. Bei den anderen Oberkanten werden ebenfalls Verstärkungen angeklebt, auf welche die Abdeckplatte mit den Ausschnitten für die Spüle, den Kocher und evtl. eine Kühlbox geleimt wird. Hierfür wird Marinesperrholz in 6 mm Stärke verwendet.

Die Steuerbordseite mit der Hundekoje: Die Frontseite bis zur Höhe von Stringer 3 wird aus dem Rest der Platten 8 mm Mahagoni geschnitten, aus denen die Aufbauseiten gefertigt wurden. Sie reicht von Schott III bis Schott VIII und wird an Stringer 1 geleimt. Im hinteren Teil bis Schott V verläuft sie gerade und parallel zur Mittschiffslinie. Im vorderen Teil folgt sie der Krümmung von Stringer 1. Das Kopf teil der Vorschiffskoje steht darüber hinaus.

Die waagerechte Sperrholzauflage aus 6 mm Gabun-Sperrholz unter dem Kopfteil der Hundekoje und auf beiden Seiten von Schott IV weiter nach vorn bis Schott VI ist geteilt und wird über der Senkrechten von Stringer 2 gestoßen. Diese Senkrechte wird deshalb an der Oberkante beiderseitig mit Leisten 20 x 20 mm verstärkt. Die Auflagen an der Außenseite werden fest verleimt Sie erhalten eine Inspektionsluke und werden mit Styroporsäcken gefüllt. Die Innenseiten werden vor dem Planken mit Epoxyd getränkt. Sie werden oben noch nicht verschlossen, da sie als Wassertank eine Spezialbeschichtung erhalten.

Das Kopfteil der Hundekoje verläuft nicht parallel zur Mittellinie, sondern verbreitert sich nach achtern (siehe Zeichnung) und steht über die Frontplatte vor.

Stringer 4 zwischen Schott III und VI wird durch Klaspen verstärkt.

Auf Stringer 5 wird ein Sperrholzteil waagerecht aufgeleimt. Die Vorderkante hat einen Abstand von 110 cm zur Mittellinie. An der Unterseite wird eine Leiste 15x15 mm geleimt, auf die Oberseite im Abstand von 110 cm zur Mittellinie eine zweite mit 20 x 20 mm, beide mit einer Nut. In diese greift eine Sperrholzplatte mit der elektrischen Schalttafel. Seitlich wird die Platte von Schrauben gehalten.

Über der Hundekoje in Höhe von Stringer 5 befindet sich ein klappbarer Kartentisch. Er ist an der Verstärkung der 108cm-Linie aus Mitte mit einem Klavierband angeschlagen und bei einer Tiefe von 60 cm in der Mitte geteilt.

Wahlweise kann auch ein fester Kartentisch eingebaut werden; die ganze Hundekoje wird dann um 50 cm nach hinten gerückt. Das Kopfende vor Schott III ist 34 cm breit und dient als Sitz. Davor der 50 x 75 cm große Kartentisch in Höhe von Stringer 4. Das Fußende reicht dann bis zum Spiegel durch Ausschnitte von Schott II und I.

Die Messe befindet sich zwischen Schott IV und VI.

Senkrechte Verstärkungsflächen über Stringer 1 aus Mahagoni-Sperrholz Ausbauqualität und Stringer 2 mit Gabun-Sperrholz 6 mm werden eingebaut sowie die vorspringenden Schenkel des U — Sofas an BB. Die waagerechten Flächen von Stringer 3 nach 2 werden fest verleimt, wie schon bei der Hundekoje beschrieben.

Die mittleren vier Räume unter den Sofakojen an BB und StB fassen je 65 Ltr. Wasser, ebenfalls der Raum unter dem vorderen und hinteren vorspringenden Teil des U — Sofas. Zusammen sind das 390 Ltr. Als Tanks ausgebildet dienen sie gleichzeitig als Innenballast, da sie unter der CWL liegen. Die Sperrholzflächen über diesen Tankräumen werden fest verleimt und mit runden, wasserdichten Inspektionsluken aus Kunststoff verschlossen. Zuvor werden diese Tanks und die Innenseiten der Decksflächen mit einer Spezialfarbe, welche nach dem Lebensmittelgesetz vorgeschrieben ist, beschichtet.

Der Stringer 4 wird mit einer Klaspe verstärkt.

An Stringer 5 wird Sperrholz waagerecht geleimt, der Abstand der Vorderkante zur Mittellinie beträgt 110 cm; hier wird eine Verstärkung angeleimt, an welcher die Rückenlehne mit einem Klavierband angeschlagen wird. Die Schiebetüren der Schwalbennester sind 5 cm zurückgesetzt.

Der Tisch in der Messe steht auf einem Bein. Er besteht aus einem Alu-Vierkantrohr 60 x 60 x 3 mm und reicht von Oberkante Innenkiel bis zum Fisch unter dem Kajütdach. An der Unterseite ist eine Alu-Platte 100 x 100 x 3 mm geschweißt, welche in den Innenkiel eingelassen wird und vom Fußboden abgedeckt ist. Das Alurohr steht in der Mitte des Innenkiels mit einem Abstand von Schott IV von 90 cm. Am oberen Ende wird ein Mahagoni-Massivholzteil mit den Maßen 10 x 10 x 4 cm aufgesteckt, aus dem zuvor ein 3 cm tiefes Loch von 6 x 6 cm gestemmt wurde. Die Unterkante ist stark gebrochen. Dieses Mahagoniteil wird mit dem Fisch verschraubt. Da ein Alurohr in einer Holzjacht ein Stilbruch wäre, wird es mit einer Hülse von 8 mm starken Mahagoni-Massivholzleisten ummantelt. Drei davon werden U-förmig miteinander verleimt, die vierte nur aufgeschraubt, damit eine Demontage der ganzen Konstruktion möglich ist. Der untere Teil des Alurohres ist von einer starken Hülse umschlossen, die aus Mahagoni-Massivholz von 2 cm Stärke verleimt wird, wobei auch die vierte Seite nur geschraubt ist.

Die Tischplatte ist auf der Backbordseite mit der Hülse fest verbunden (Zeichnung Nr. 22), indem diagonal zwei Mahagonileisten 20 x 20 mm als Verstärkung geleimt sind, welche durch die Sperrholzdreiecke mit den Leisten und der Hülse verklebt werden. Die schmalere Seite der Tischplatte auf StB kann abgeklappt werden, da sie durch ein Klavierband mit der breiteren verbunden ist. Die Schmalseite wird durch zwei 10 mm starke Sperrholzdreiecke, welche durch Klavierband mit der Hülse verbunden sind, in der Waagerechten abgestützt. Diese rasten in die Aussparung eines Flachkeiles ein, der auf die Unterseite der Tischplatte geleimt wurde.

Die Tischplatte kann in zwei Positionen arretiert werden. In der oberen durch zwei Bolzen, welche durch eine Bohrung durch Hülse und Alurohr geschoben werden. Bei der unteren setzt die Hülse auf dem Boden auf, und die Kanten der Tischplatte liegen auf Leisten, welche an die Vorderseite der Sitze des U — Sofas geleimt wurden. Bei dieser Konstruktion ergibt sich ein Doppelbett in einer Länge von 1,90 m und einer Breite von 1,20 m. Durch die Auskragung des Rumpfes ist sie im Effekt breiter.

tisch

Zeichnung 22

Naßzelle und Schränke: Zwischen Schott VI und VII befinden sich an BB die Naßzelle, auf StB zwei Kleiderschränke. Auch hier werden Wassertanks unter der Waagerechten von Stringer 3 eingebaut. Damit kann man die horizontale Trimmlage der Jacht verändern. Wenn das Kockpit von vielen Personen belastet ist, werden die vorderen Wassertanks gefüllt, und die hinteren bleiben leer. Insgesamt stehen in den Tanks 600 Ltr. Trinkwasser zur Verfügung.

Die Bauelemente sind die gleichen wie schon beschrieben. Auf Binnenrevieren ist ein Chemie-Klosett vorgeschrieben. Eine geeignete Größe mit einer Höhe von 34 cm, einer Breite von 31,5 cm und einer Tiefe von 38,0 cm läßt sich gut unterbringen. Das Chemie- oder Pump-Klosett wird auf ein Podest gesetzt.

Vorschiff: Die Kojenlänge von 1,90 m ergibt sich aus den Schottabständen von 60 cm bzw. 65 cm. Die Schotten sind im Vorschiff enger gesetzt, weil dort die Beanspruchung im Seegang am höchsten ist. Auch hier wiederholen sich die schon beschriebenen Bauelemente.

Über dem Fußteil zwischen Schott X und XI wird ein Zwischenboden eingezogen. Er soll nach vorn geneigt sein, damit evtl. bei der Luke eingedrungenes Wasser durch ein Rohr abgeleitet werden kann.

Der Verband mit der Einrichtung ist nun fertiggestellt. Er hat eine hohe Festigkeit, denn vier Kastenträger, die sich durch den ganzen Rumpf erstrecken, geben diesem eine große Längs-steifigkeit und gleichstarke Quersteifigkeit durch die Verleimung mit den Schotten, den Bodenwrangen und der Einrichtung, welche zu tragenden Teilen ausgebildet sind.